Mental Health

Im Schweizer Gesundheitswesen machen psychische Erkrankungen mit über 10 Milliarden Franken pro Jahr den grössten Kostenanteil aus. Diesbezüglich bringt die digitale Welt nicht nur Gefahren wie Smartphone-Sucht, Cybermobbing und Informationsflut, sondern insbesondere auch vielseitige Chancen wie Zugang, Selbstbestimmung und Effizienz mit sich. Diese gilt es zu erkennen und zu nutzen.

Projekt Phase I - Konzept

Das durch Digital Winterthur initialisierte Projekt "Mental Health" wird in Zusammenarbeit mit verschiedenen Gesundheitsinstitutionen aus der Stadt Winterthur und Agglomeration durchgeführt. Digital Winterthur möchte den (digitalen) Zugang zu und die Verknüpfung von (digitalen) Präventionsangeboten im Bereich "Mental Health" neu gestalten, damit sich alle Jugendlichen in Winterthur individuell abgeholt und nachhaltig unterstützt fühlen.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Konzeptphase:

  • Zur Unterstützung bei Mental-Health-Fragen wünschen sich 90% der Jugendlichen eine anonyme und persönliche (keine KI) Chat-Beratung.
  • Die Jugendinfo Winterthur bietet zwar genau eine solche Chat-Beratung an, doch diese ist zu wenig bekannt.
  • Nur 50% kennen überhaupt Präventions- und Beratungsangebote im Bereich Mental Health.
  • Schulen und Lehrbetriebe wären als Vermarktungskanal besonders geeignet, um Jugendliche zu erreichen.
  • Eine wichtige Rolle dabei können typische "Cliffhanger"-Phasen in der Jugend einnehmen, wie bspw. Veränderungen beim Übergang von der Sekundarschule in die Lehre, in welcher häufig auch Chancen für erfolgreiche Interventionen bestehen.

Projekt Phase II - Umsetzung

 Nach erfolgter Phase I im Projekt Mental Health wurden folgende Handlungsfelder für die erste Umsetzungsphase definiert:

  • Optimierung und Modernisierung der Website "Jugendinfo Winterthur". Mögliche Positionierung der Website Jugend.win bzw. des Angebots als zentralen Hub für Mental Health-Probleme bei Jugendlichen. Dieser “Mental Health Hub” soll zukünftig drei Hauptziele erfüllen:
    • Useful: Die Inhalte sollen für Jugendliche hilfreich sein.
    • Usable: Das Angebot soll niederschwellig zugänglich sein.
    • Used: Zur Bekanntheitssteigerung wollen wir wenn möglich viral gehen.
  • Aufbau einer KI-unterstützten Chatfunktion auf der Website und/oder App der Jugendinfo Winterthur sowohl für Jugendliche (Leistungsbezüger:innen) als auch für die Berater:innen (Leistungserbringer:innen) mit den Zielen, eine Entlastung für die Berater:innen sowie eine schnelle Reaktion für Jugendliche zu ermöglichen.
  • Ausbau der Kommunikation bestehender Angebote in und um Winterthur. Bespielung verschiedener Kommunikationskanäle (bspw. vor Ort an Schulen, Social Media, Institutionen etc.), um den Bekanntheitsgrad bestehender Angebote in und um Winterthur zu erhöhen und die Jugendlichen dafür zu sensibilisieren.

Zeitplan

Die Umsetzungsphase startet ab Anfang 2026 und erstreckt sich bis zur Auslieferung der zu erreichenden Ziele bis im Sommer 2026. Dabei soll folgendes Vorgehen im Vorhaben unterstützen:

  • Erarbeitung der Grundlagen
    • Rechtliche, ressourcen-spezifische und inhaltliche Abklärungen.
    • Paralleler initialer Aufbau der Kommunikationsgrundlagen.
  • Inhaltliche Ausgestaltung
    • Aufbau Website-Optimierung der Jugendinfo Winterthur sowie der KI-Unterstützung.
    • Laufendes Testing der Website und des KI-Chatbots.
    • Aufbau Vorschläge für Vorgehensweisen und Unterlagen.
  • Go-Live / Roll-Out
    • Go-Live der Website-Optimierung und des KI-Chatbots.
    • Roll-Out der erarbeiteten Grundlagen.

Projektpartner