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Fenja Persello, Innovation Manager Digital Health bei santé24, ist unser Lunchgast im Februar 2026. Wir haben ihr fünf Fragen zu ihrem digitalen Verhalten und den Digitalisierungsprojekten in ihrem Bereich gestellt.
Starten wir mit einer Selbsteinschätzung zu deinem eigenen digitalen Verhalten. Wo bist du im Alltag digitaler unterwegs als die meisten?
Hm, schwierig zu sagen. Ich steuere, wie viele, meine persönliche Administration grösstenteils über mein Smartphone. Wohl früher als die meisten habe ich damit begonnen, mit generativer KI zu arbeiten und Custom GPTs zu konfigurieren. Das war vor ca. 3 Jahren nur über ein spezielles Interface und mit einer API möglich.
Für welche Angebote wünschst du dir (dringend) eine digitale Lösung?
Es wird Zeit, dass wir flächendeckend ein elektronisches Patienten- bzw. Gesundheitsdossier einsetzen können und wollen – ich bin zuversichtlich.
In welchen Bereichen siehst du grosse digitale Chancen für die Region / Stadt Winterthur?
Ich finde es immer grossartig, wenn administrative Prozesse im Gemeindewesen digital abgewickelt werden können, hier geht die Stadt Winterthur schon mit einem guten Beispiel voran. Die Bildschirme auf der Strasse mit Aktualitäten aus dem Stadtleben finde ich auch toll. Vielleicht könnte man digitale Tools noch stärker zur Förderung von einem nachbarschaftlichen Wir-Gefühl bereitstellen, privat wie gewerblich. Super gibt es dazu schon den Verein Digital Winterthur!
Was sind deines Erachtens die grössten Herausforderungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung und was benötigt es, um diese zu meistern?
Digitalisierung bringt Veränderung. Damit diese positiv genutzt werden kann, müssen die daraus resultierenden Vorteile für die Nutzenden konkret und verständlich kommuniziert werden. Gleichzeitig müssen Ängste adressiert werden und Hürden, an der Digitalisierung teilnehmen zu können, abgebaut werden. Gerade der letzte Teil geht bisweilen unter.
Was sind digitale Trends, die du als über- beziehungsweise unterbewertet empfindest?
Manchmal finde ich es schade, wenn ich beim Scrollen durch den LinkedIn-Feed bemerke, dass die Beitragenden für gefühlt jeden zweiten Post generative KI als Editor einsetzen. Dadurch kann auch etwas Authentizität und Spontanität verloren gehen. Disclaimer: Ich habe die KI mal bewusst für dieses Interview aussen vor gelassen 😉